Minister sieht 2020 richtig Kohle weg

Foto: Frank Ossenbrink

 

Lauchhammer, 28.06.2018 - „Es kann nicht sein, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender ihre Marktmacht ausnutzen und den Antennengemeinschaften, mittelständischen und kleinen Kabelnetzbetreibern die Zahlung von Entgelten verwehren, die sie den beiden marktbeherrschenden Kabelnetzbetreibern gewähren“, erklärte heute der Vorsitzende des Fachverbandes Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK), Heinz-Peter Labonte.

FRK vollzieht mit neuem Vorstand Generationswechsel

  • Heinz-Peter Labonte als Vorsitzender bestätigt
  • Ralph Buder, Daniel Niebuhr und Rico Gerhardt neu in den Vorstand gewählt
  • Dank an Frank Mietho für langjährige Vorstandsarbeit

  • Neuer Player mit 12,5 Millionen TV- und 7 Millionen Internetkunden
  • Regulierung und Open-Access Diskussion für Kabelnetze wird durch Fusion stark beschleunigt

Lauchhammer, 25. April 2018 – Die wohl beschlossene Übernahme des in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg tätigen Kabelnetzbetreibers Unitymedia durch Vodafone wird vom Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) als „Schritt zur Markttransparenz und Ehrlichkeit begrüßt: „Es wächst zusammen, was einzeln verkauft wurde. Die geplante und offenbar kurz bevorstehende Übernahme der Unitymedia durch die Vodafone schafft nicht nur  für alle sichtbar einen neuen Giganten im deutschen TV- und Breitbandmarkt. Die beiden Unternehmen standen durch die Aufteilung der ehemaligen Versorgungsgebiete der deutschen Post im Kabelmarkt fast niemals im Wettbewerb miteinander. Heute haben sie zusammen rund 12,5 Millionen TV- und etwa sieben Millionen Internetkunden, was über 30 Prozent Marktanteil bedeutet. Strategisch und politisch noch interessanter dürften jedoch die fast 30 Millionen Haushalte mit Blick auf die Gigabit-Gesellschaft sein, die beide Unternehmen zusammen an ihre geplanten Gigabitnetze anschließen könnten – ein potentieller Marktanteil von rund 75 Prozent. Wir erwarten deshalb von den Wettbewerbsbehörden und auch von den der Ordnungspolitik, dass die geplante Übernahme gründlich geprüft werden wird und der Wettbewerb gestärkt daraus hervorgeht“, fordert der FRK -Vorsitzende Heinz-Peter Labonte.